Susanne Kessler Odissea

01. Juli 2018 bis 06. Januar 2019

 

ACHTUNG: IN DER UMBAU- und AUFBAUZEIT ZUR EMIL-NOLDE-AUSSTELLUNG BIETEN WIR IN DER ODISSEA-AUSSTELLUNG KOSTENFREIE KURZ-SONDERFÜHRUNGEN AN!

 

Die Ausstellung "Faszination Norwegen" endet aufgrund der intensiven Aufbauarbeiten der nachfolgenden Ausstellung "Emil Nolde und das Meer" bereits am Mittwoch, 29. August 2018 (letzter Ausstellungstag).

Die Ausstellung "Susanne Kessler. Odissea" ist vom Donnerstag, 30. August, bis Samstag, 8. September, als einzige zu sehen. Der Eintritt ist in dieser Zeit von regulär 8 € auf 4 € reduziert.

 

Wir bieten zusätzlich zu den regulären Führungen sonntags und dienstags um 13.30 Uhr zwischen 30. August und 7. September diese kostenfreien Führungen an:

Susanne Kessler. Odissea - 99 Tage in 30 Minuten" jeweils um 13.30 Uhr

Donnerstag, 30. August 2018

Freitag, 31. August 2018

Samstag, 1. September 2018

Mittwoch, 5. September 2018

Donnerstag, 6. September 2018

Freitag, 7. September 2018

 

ANMELDUNG ERBETEN: 04681 747400 / info@mkdw.de

 

Über die Ausstellung "Susanne Kessler. Odissea":

Während ihres Aufenthalts als Artist-in-Residence im Museum Kunst der Westküste im Jahr 2016 stieß die in Rom und Berlin lebende Künstlerin Susanne Kessler, geboren 1955, im Föhr-Lexikon auf eine Grafik von hohem zeichnerischem Charakter, hinter der sich eine spektakuläre Geschichte verbirgt: Es handelt sich dabei um die Nachzeichnung der Odyssee des stählernen Vollschiffs „Susanna“ bei der Umsegelung von Kap Hoorn. Unter der Führung des Föhrer Kapitäns Christian Jürgens (1875–1959) geriet der Dreimaster im Winter 1905 auf seiner Fahrt von Port Talbot/England zum Salpeterhafen Iquique/Chile in lang anhaltende Stürme um Kap Hoorn. 100 Tage lang, davon allein 80 Tage bei Sturm mit zehn und mehr Beaufort, kämpfte sich die Mannschaft auf der insgesamt 190 Tage währenden Reise um die Südspitze Amerikas.

 

Die „Susanna“ hält bis heute zwei Rekorde, einen für die mit Abstand längste Kap-Hoorn-Umsegelung, den zweiten für die längste Fahrt von Europa nach Nordchile. Der Törn gilt als der härteste, brutalste und tapferste in der internationalen Seefahrtsgeschichte. Das erhalten gebliebene Logbuch verhilft, die Irrfahrt exakt zu rekonstruieren und zu skizzieren – ein bizarres grafisches Muster, das einerseits die traumatische, monatelange Fahrt für jedermann anschaulich macht, andererseits aus künstlerischer Sicht hoch faszinierend ist, zeichnet sich ab.

 

Susanne Kessler arbeitet seit Ihres Aufenthalts auf Föhr an der Umsetzung einer großen Innenrauminstallation, die das grafische Liniengerüst, das die Irrfahrt um Kap Hoorn nachzeichnet, nun dreidimensional nacherlebbar macht. Es werden begleitend Zeichnungen, Aquarelle, ein Arbeitsbuch, Filme, Animationen, Tucharbeiten und Bildwerke von Susanne Kessler präsentiert, die den vorbereitenden Installationsprozess darlegen.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf historischen Objekten, die in direktem Bezug zur Kap-Hoorn-Odyssee stehen. Neben dem Schiffsporträt der „Susanna“, das Nachfahren des Kapitäns zur Verfügung stellen, werden Auszüge aus dem originalen Logbuch gezeigt.

Ein Animationsfilm veranschaulicht die Tagespassagen der Irrfahrt, ein weiterer simuliert die bei Ebbe und Flut erlebte Passage.

An Medienstationen kann der Besucher Zeitzeugenberichte verfolgen.

 

 

Die Ausstellung wird gefördert von

Namine Witt, Genusshandwerk Föhr, Nieblum

 

Mit weiterer Unterstützung von

W.D.R. Wyker Dampfschiffs-Reederei, Föhr-Amrum Gmbh

StattBAR, Wyk auf Föhr

Rörd Braren Bereederungs-GmbH & Co. KG, Kollmar/Elbe

 

Technikpartner
Expert Boetius, Wyk auf Föhr

SAMSUNG

bloomimages

Medienpartner
Der Insel-Bote, Föhr/Amrum

Sylter Rundschau

Friisk Funk

Syltfunk Söl'ring Radio

kunstmarkt.com

Mobilitätspartner

GP Joule

Kulturpartner
NDR Kultur
 

 

 

Katalog:

Ein Katalog begleitet die Ausstellung und belegt die Vorbereitungen und Ergebnisse des gesamten Projekts.

 

Susanne Kessler - Odissea GOES Wyk auf Föhr und Nieblum

Weitere Arbeiten von Susanne Kessler sind in der StattBAR, Wyk auf Föhr, sowie im Namine Witt, Nieblum zu sehen.

 

Susanne Kessler:

 

Geboren 1955 in Wuppertal geboren, studierte die Künstlerin 1975-1982 an der Hochschule der Künste, Berlin, und machte 1983 ihren Abschluss am Royal College of Art, London. Seit 1984 lebt sie in Rom und unterhält seit über zehn Jahren auch ein Atelier in Berlin. Arbeitsaufenthalte brachten sie u.a. nach Äthiopien, Guatemala, Mali, Pakistan, Indien und den Iran. All diese Orte haben sichtbar Einfluss genommen und in ihrem Werk Spuren hinterlassen. Gastdozenturen und eine Professur – California State University (CSU) und City University New York (CUNY) – führten Sie überdies immer wieder in den Vereinigten Staaten.

 

Susanne Kessler stellte in Italien, England, Frankreich, Dänemark, Indien, Pakistan, Lettland, Iran, Schweiz, Belgien, Polen und den USA aus. Einzelausstellungen wurden ihr in deutschen, italienischen und amerikanischen Museen gewidmet. Preise und Fellowships u.a.: Ruth Katzman Award (New York, 2014), das ifa-Arbeits- und Ausstellungsstipendium für Teheran/Iran (2003) sowie das Kaiserring-Stipendium (Goslar, 1995). Weitere Artist in Residence-Aufenthalte u.a.: Arlington Art Center, Washington, The Elizabeth Foundation for the Arts, New York, Phnom Penh/Kambodscha, Addis Abeba/Äthiopien, Hayderabad-Mumbai/Indien und Guatemala City/Guatemala.

Susanne Kessler
Konstruktions- und Materialprobe bei Ebbe auf Föhr zusammen mit Museumstechniker Uwe Jensen
Susanne Kessler
Konstruktions- und Materialprobe bei Ebbe auf Föhr zusammen mit Museumstechniker Uwe Jensen
Die Irrfahrt der Susanna
Geografische Nachzeichung der Stationen aus dem Föhr-Lexikon
Die Irrfahrt der Susanna
Geografische Nachzeichung der Stationen aus dem Föhr-Lexikon
Die Mannschaft der "Susanna"
Historisches Bildmaterial
Die Mannschaft der "Susanna"
Historisches Bildmaterial
Susanne Kessler während ihrer Zeit als Artist in Residence in der Künstlerwohnung
Im Gespräch mit Direktorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen
Susanne Kessler während ihrer Zeit als Artist in Residence in der Künstlerwohnung
Im Gespräch mit Direktorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen